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Roger Waters begeistert mit spektakulärer Liveshow



 

Volksstimme.de
16.4.2007
Köln DE
Kölnarena


KÖLN: Eine brennende Zigarette, ein Glas Whisky und ein altes Radio, an dem eine Männerhand an einem großen Drehknopf nach der richtigen Musik sucht: Das Bild auf der großen Videoleinwand, mit dem Roger Waters am Montagabend in Köln seine Deutschland-Tournee startete, war als Einstimmung auf den Konzertabend bestens gewählt.

 

Wie der Mann auf der Leinwand sollten sich die rund 11 000 Zuschauer in der nahezu ausverkauften Kölnarena zurücklehnen, um die spektakuläre, knapp dreistündige Reise in die Geschichte der legendären Rockband Pink Floyd ganz entspannt zu genießen.

 

Wie gewohnt hatte der Pink-Floyd-Mitbegründer Roger Waters, der bereits 2006 in Berlin mit einem ähnlichen Tourprogramm aufgetreten war, für den Abend eine perfekt durchinszenierte Show vorbereitet. Von «Shine On You Crazy Diamond» bis hin zum pathetisch vorgetragenen «Another Brick In The Wall» waren noch einmal alle großen Hits zu hören.

 

Dazu beeindruckte der 62-jährige Sänger und Bassist, der sich Mitte der 80er im Streit von der Band Pink Floyd getrennt hatte, seine Fans mit einem bunten Licht- und Videospektakel. Immer wieder flackerten hinter seiner zehnköpfigen Band hypnotisch-bunte Bilder auf, schossen Feuerfontänen aus dem Bühnenboden und riefen nostalgisch getrimmte Videoclips frühere Zeiten ins Gedächtnis. Bei «A Perfect Sense» schwebte eine Astronauten-Puppe über den Zuschauern durch die Halle, ein wenig später sauste ein Plastik-Schwein im Konfettiregen über die Köpfe der Fans hinweg.

 

Dramaturgisch wählte der schlicht in Schwarz gekleidete Waters hingegen einen für Rockkonzerte ungewöhnlichen Aufbau. In der ersten Hälfte bot er zunächst eine «Best of»-Show, bevor er nach einer viertelstündigen Pause im zweiten Teil des Konzerts wie angekündigt das komplette Album «Dark Side Of The Moon» spielte, mit dem er gemeinsam mit Pink Floyd in den 70er Jahren Rockgeschichte geschrieben hatte.

 

Auch wenn der Aufbau nur wenig Raum für Spontaneität und Überraschung bot, zeigten sich die Fans von der Musikshow begeistert. Dank des so genannten 360-Grad-Sounds erhielten sie besondere Klangerlebnisse: Durch die Anordnung der Lautsprecher bekamen die Fans eine Rundum-Beschallung, die gerade die Wirkung der atmosphärisch-experimentelleren Songs noch einmal verstärkte. So fühlten sich die Zuhörer bei «Time» von den in den Song integrierten Wecker- und Uhrengeräuschen umringt.

 

Trotz der aufwendigen Show gab sich Sänger und Bassist Waters eher zurückhaltend und konzentrierte sich voll auf die Musik. Erst nach einer Dreiviertelstunde ließ er sich zu einem "Hallo und Dankeschön" hinreißen, ansonsten suchte der Sänger nur selten Kontakt zum Publikum. Eine der wenigen Ausnahmen bildete die Vorstellung des neuen, US-kritischen Songs «Leaving Beirut», in dem Waters erzählt, wie er als 17-Jähriger nach einer Autopanne von einer Araberfamilie herzlich aufgenommen wurde.

 

Auch wenn die Show insgesamt ein wenig unterkühlt wirkte, feierten die Fans ihr Idol am Ende des Auftritts mit langem, lautstarkem Applaus. Zu sehen ist Roger Waters noch in Leipzig (18. 4.) und Hamburg (19.4.).


The Dark Side of Roger Waters



 

OPINIO
16.4.2007
Köln DE
Kölnarena


OLHI: Roger Waters (Ex Pink Floyd) live in der Kölnarena Eins muß man Roger Waters lassen: Nach all den Jahren (er ist mittlerweile um die 60) greift er immer noch voller Elan in die Saiten seines Fender E-Basses und singt auch viele der dargebotenen Stücke mit ehrlichem, großem Enthusiasmus.

 

Die dunkele Seite kommt dort zum Vorschein, wo die Pink Floyd eben mehr waren als die Summe der einzelnen Mitglieder: Die abendliche Performance von The dark side of the moon in Köln war ein schlecht umgesetztes Zusammenspiel von -gelinde gesagt- fehlgeleiteten Gastmusikern. Das katastrophale Schlagzeug bereitete das brüchige Fundament für die Verhunzung der eigentlich genialen Musikstücke. Roger Waters konnte mit seinem engagierten Basspiel dies nicht herausreißen: Einsätze kamen zu spät, der Gesang wirkte lustlos und gequält. Einzige Ausnahme: die drei Backgroundsängerinnen, die (auch schon bei dem The-Wall-Song "Mother") erfrischende, perfekte Interpretationen der berümhten Lieder boten. Dagegen ebenfalls enttäuschend: John Carin (Key Board / Gesang) der bislang bei den Konzerten der anderen Ex-Floyd immer eine sehr gute Figur machte. Was war an diesem Abend mit ihm los ?

 

Unterm Strich war es dennoch ein gutes Konzert, denn in der ersten Halbzeit überzeugte Roger Waters mit einer Vielzahl von interessanten Stücken, die er sich in seiner langen Karriere (auch schon unter der Pink-Floyd-Flagge) selbst auf den Leib geschrieben hatte: Die Stücke aus "Animals", "The Wall", "The Final Cut" und dem Soloalbum "Amused to death" zeigten, daß man es mit einem der besten Vertreter des Rock-Genres zu tun hatte. Hier waren auch die Begleitmusiker merkwürdigerweise gut anzuhören.

 

By the way: Im Bühnenfilm zu Shine on you crazy diamond hat zum erstenmal ein (Ex)-Pink Floyd Farbe bekannt: Ja, das Stück handelt vom leider kürzlich verstorbenen Gründungsmitglied Syd Barret und dessen durch Drogen zerstörtes Leben. Bislang hatten die anderen Mitglieder diesbezüglich immer von vielfältigen Inerpretationen des Textes gesprochen.

 

Fazit: Ein perfekter Abend wäre es gewesen, wenn Roger seine früheren Kollegen mit dabei gehabt hätte. Eher friert die Hölle zu, werden nun die "Kenner" der Szene einwenden. Aber: Auch ein Roger Waters hat vor fast zwanzig Jahren gesagt, er werde "The Wall" erst wieder live spielen, wenn die Berliner Mauer fällt. Sein Versprechen hat er eingelöst, wer hätte ihm das damals geglaubt ?


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